Wie bewegen wir uns in einer turbulenten Welt, die immer weniger stabile Leitplanken bietet? Welche (neuen) Navigationskompetenzen brauchen wir künftig?
Für jeden Menschen ist es wichtig, seine innere und die äußere Welt zu verstehen und sie soweit es geht, in Einklang zu bringen. Die innere Welt, die in uns wirkt – mental, emotional und moralisch. Hier geht es um Vertrauen und Vertrauensverlust, persönliche Balance, Optimismus nach Krisen, den Umgang mit dem „Anderen“, Fragen der Identität.
Die vertraute äußere Welt verändert sich gerade grundlegend. Global erleben wir gerade das Ende einer westlich dominierten Ordnung. Eine neue, stabile Struktur ist nicht erkennbar. Stattdessen sehen wir eine multipolare Welt, geprägt von wenigen Machtzentren, unterschiedlichen Wertesystemen und neuartigen politischen Dynamiken. Etablierte Bündnisse erodieren, neue entstehen brüchig und situativ. Orientierung entsteht nicht mehr automatisch aus einem gemeinsamen Normgerüst. Auch in Deutschland geraten vertraute Sicherheiten ins Rutschen: So steht zum Beispiels das Bündnis zwischen Jung und Alt unter Spannung, der Generationenvertrag wirkt fragil, Schulden und Umverteilung verlagern Lasten auf kommende Generationen. Wie können Jung und Alt gemeinsam navigieren, ohne sich wechselseitig zu blockieren?
Navigieren ohne Leitplanken – Orientierung und Entscheidungskraft in einer turbulenten Welt. Wie bewegen wir uns als Bürger, Unternehmer, CEO und Berater in dieser neuen Unsicherheit und Widersprüchlichkeit? Wie treffen wir strategische Entscheidungen? Wie navigiere ich zwischen unterschiedlichen Wertesystemen – meinen eigenen, denen von Partnern, Kunden, Mitarbeitenden? Welche Momente meines Lebens haben mir gezeigt, wie ich ohne Leitplanken entscheiden kann? Welche (neuen) „Navigationsinstrumente“ nutze ich? Erkennen wir in unseren persönlichen Geschichten Muster und Prinzipien, mit denen wir gut navigieren können?